Workshop „Kommunikation: Gewalt- und vorurteilsfrei?“

hier noch einmal einen Veranstaltungshinweis aus der Seminarreihe Kreativ und aktiv für Frieden die wir, Frei[T]räume e.V. und umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V., gemeinsam veranstalten.

Vom 22. bis 24. Juli findet der Workshop „Kommunikation: Gewalt- und vorurteilsfrei?“ in der W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik, Hamburg statt:
Interkulturelle und gewaltfreie Kommunikation und die Reflektion der eigenen Rolle sind wichtige Elemente in der zivilen Konfliktbearbeitung. Sie können bei geübter Anwendung Probleme und Missverständnisse vorbeugen. Kommunikationsmodelle von Marshall Rosenberg und Schulz von Thun werden angewendet und gewaltfreie Gesprächstechniken geübt.

Seminarreihe für junge Erwachsene zu ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung

Weltweit sind Konflikte und Kriege zu beobachten deren schreckliche Bilder in den Medien verbreitet werden. In der reduzierten Darstellung der Konflikte und ihrer Folgen werden militärische Eingriffe oft als einzige Möglichkeit angeführt, Frieden zu schaffen. Die Ursachen und Hintergründe der Konflikte sowie nichtmilitärische Handlungsoptionen finden dabei oft wenig Beachtung. An diesem Punkt setzt die zivile Konfliktbearbeitung an und tritt dafür ein, kriegerische Konflikte auf zivilgesellschaft- licher Ebene zu bearbeiten sowie alternative Wege der Befriedung zu suchen und umzusetzen.

...Du möchtest dich mehr mit dem Thema Konflikt und Frieden beschäftigen und Dich mit den Ursachen und Folgen vertieft auseinandersetzten?

...Du möchtest mehr konkrete Beispiele aus verschiedenen Ländern, theoretische Modelle und praktische Methoden aus der Friedens- und Konfliktarbeit kennenlernen?

...Du willst wissen, welche gewaltfreien Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten es gibt und möchtest die Instrumente und Ansätze verstehen?

In dieser Seminarreihe hast Du die Chance, Dich sowohl mit den Hintergründen von gewaltsamen Konflikten, als auch mit der Praxis der zivilen Konfliktbearbeitung aktiv zu beschäftigen. Teile der Workshops sind interaktiv gestaltet und umfassen z. B. Rollenspiele, Theater- und Positionsübungen.

Zivile Konfliktbearbeitung 27.- 29. Mai 2011
„Zivile Konfliktbearbeitung“ ist ein Begriff der Methoden und theoretische Ansätze zusammenfasst, die Alternativen zu Militärinterventionen darstellen. Der Workshop behandelt die Ursprünge und Entwicklung „ziviler Konfliktbearbeitung“ bis in die Gegenwart. Weiterhin werden Ursachen, Phasen, wie auch Auswirkungen eines Konflikts beleuchtet.

Kommunikation: Gewalt- und vorurteilsfrei? 22.- 24. Juli 2011
Interkulturelle und gewaltfreie Kommunikation und die Reflektion der eigenen Rolle sind wichtige Elemente in der zivilen Konfliktbearbeitung. Sie können bei geübter Anwendung Probleme und Missverständnisse vorbeugen. Kommunikationsmodelle von Marshall Rosenberg und Schulz von Thun werden angewendet und gewaltfreie Gesprächstechniken geübt.

Rollenbilder und Konflikt 9.- 11. September 2011
Für das Verständnis von Konflikten ist es wichtig, sich nicht nur mit den offenkundigen Konfliktursachen auseinanderzusetzen, sondern auch mit den dahinter liegenden gesellschaftlichen Rollenbildern der Konfliktparteien. Ziel des Workshops ist es, die Rollen von Frauen und Männern im Kontext von bewaffneten Konflikten und Kriegen sichtbar zu machen

Kriegsverbrechertribunale & Wahrheitskommissionen 14.- 16. Oktober 2011
Tribunale und Wahrheitskommissionen dienen der Vergangenheitsaufarbeitung. In Südafrika, Guatemala, Peru u.a. haben Wahrheitskommissionen erste Zeichen gegen die Ungerechtigkeit gesetzt. Internationale und lokale Kriegsverbrechertribunale verurteilen verantwortliche AnführerInnen. Es wird beleuchtet, warum in einigen ehemaligen Konfliktländern Wahrheits- kommissionen eingesetzt werden und in anderen Tribunale stattfanden.

Erinnern und Gedenken nach gewaltsamen Konflikten 11.- 13. November 2011
Erinnerungsorte sind nicht nur wichtige Instrumente im Bereich Vergangenheitsaufarbeitung, sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Friedensarbeit. Erinnerungsorte sind sichtbare Beweise, dass Verbrechen stattgefunden haben. Anhand von Opfer- und Tätergeschichten werden in dem Workshop die unterschiedlichen Sichtweisen und Blickwinkel von Überlebenden eines Krieges deutlich gemacht.

Die fünf Seminarwochenenden können als einzelne Module unabhängig voneinander gebucht werden oder als Seminarreihe belegt werden.

Veranstaltungsort und Zeit
W 3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik Nernstweg 32 – 34, 22765 Hamburg, www.werkstatt3.de Fünf Gehminuten von der S-Bahn-Station Altona entfernt.

Die Workshops beginnen freitags um 16:00 Uhr und enden sonntags um 14:00 Uhr.

Kosten
Je Workshopwochenende inkl. Verpflegung beteiligst Du Dich an den Kosten mit einem Beitrag von 40 Euro. Der größte Teil der Fortbildungskosten wird durch Drittmittel gedeckt.
Gern helfen wir Dir bei der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, wenn diese benötigt wird.

Anmeldung
Bitte melde Dich möglichst früh, am Besten min. 4 Wochen vor Beginn des Seminars per Email unter Angabe Deiner vollständigen Adresse, Geburtsdatum, Telefonnr. (für eventuelle Rückfragen) und einer kurzen Beschreibung zu dem was Du gerade machst, an.

Für die Anmeldung und Rückfragen
Kerstin Kastenholz
Kerstinkastenholz@gmail.com 0163 – 924 69 80
Gesche Nockemann
g.nockemann@yahoo.de 040 – 85 41 47 30