Ausbildung zur Berater*in

Ausbildung zur Berater*in für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen

Wie bieten eine 16-monatige praxisorientierte Ausbildung an, die für den Einsatz als Friedensfachkraft im Zivilen Friedensdienst oder auch als Bewegungsarbeiter*in im In- und Ausland qualifiziert.

Unsere Ausbildung unterscheidet sich von anderen durch:

  • Hohe Praxisorientierung durch mindestens dreimonatigen Praxisteil mit begleitender Beratung durch die Kurstrainer*innen
  • Gute Vernetzung durch Angebote an Praxisplätzen in der Friedens‐ und Bewegungsarbeit im In‐ und Ausland
  • Unser Verständnis von ziviler Konfliktbearbeitung beinhaltet ausdrücklich auch gewaltfreie Aktion und soziale Bewegungen
  • Reflektion der eigenen Rolle und Haltung
  • Befähigung zu konfliktsensiblem Projektmanagement (z.B. Do no harm)
  • Hohe Bedeutung der Partnerorientierung in der Friedens‐ und Bewegungsarbeit.

Die Absolvent*innen der Ausbildung werden als zertifizierte „Berater*in für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen“ in der Lage sein, mit konfliktsensiblen Methoden in der zivilen, gewaltfreien Konflikttransformation und sozialen Bewegungen im In- und Ausland, insbesondere im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) tätig zu sein.

Sie werden Projekte der Friedens- und Bewegungsarbeit planen, durchführen und auswerten können. Sie haben spezifische Kenntnisse in ausgewählten Handlungsfeldern der zivilen, gewaltfreien Konflikttransformation und Bewegungsarbeit erworben und in der Praxis erprobt und weiterentwickelt.

Sie sind in der Lage, ihr eigenes Verhalten sowie Macht- und Diskriminierungsprozesse zu reflektieren. Sie verfügen über kommunikative Kompetenzen für die Arbeit im interkulturellen Kontext.

Die Ausbildung besteht aus den Bausteinen:

  1. Coaching (1 × 4 und 2 × 3 Tage)
  2. Seminare (5 × 5 Tage)
  3. Intervision (2 × 3 Tage)
  4. Praxis (3–6 Monate)
  5. Schriftliche Praxisreflexion

Das Coaching bildet eine Klammer um die Ausbildung. Hier arbeitet die Ausbildungsgruppe unter sich, angeleitet von zwei erfahrenen Kurstrainer*innen.

Nach einer Einführung in die Kollegiale Beratung wird sich die Gruppe auf zwei internen Intervisionswochenenden gegenseitig beraten.

Das Angebot an offen ausgeschriebenen Seminaren umfasst vor allem die englischsprachigen Practitioner Trainings, aber auch einige deutschsprachige. Im Rahmen der Ausbildung sind folgende vier Themen verpflichtend:

  • T.1 Beratungsmethoden und Rolle als Berater*in
  • T.2 Planung, Umsetzung und Auswertung von Projekten bzw. Aktionen und Kampagnen
  • T.3 Gestaltung von Kommunikations- und Lernprozessen
  • T.4 Reflexion der eigenen Rolle und Haltung

Diese Themen können durch unterschiedliche Seminare abgedeckt werden, die im aktuellen Seminarprogramm zu finden sind. Eine Übersicht, mit welchen Seminare die jeweiligen Themen abgedeckt werden können, findet sich auch in den Häufig Gestellten Fragen / Frequently Asked Questions (FAQ) zu unserer Ausbildung.

Nächste Termine

  • September 2020 - Dezember 2021
  • September 2021 - Dezember 2022

Ort

Tagungshaus der KURVE Wustrow in Wustrow (Wendland)

Die Teilnehmenden organisieren sich eigenverantwortlich ihren Praxisplatz. Für die Kontaktaufnahme mit Organisationen / Initiativen steht ein Merkblatt zur Praxisphase zur Verfügung.

Wir können einige Praxisplätze anbieten, die wir mit anderen Organisationen abgestimmt oder in der KURVE Wustrow bzw. in unseren Projekten definiert haben. Bewerbungen für diese Praxisplätze nimmt die jeweilige Organisation direkt entgegen.

Ausführliche Informationen wie Hauptaufgaben, zeitlicher Rahmen, Bewerbungsmodalitäten und etwaige Vergütung sind in den jeweiligen Praxisplatz-Profilen festgehalten. Diese Details über einen bestimmten Praxisplatz können nach verbindlicher Anmeldung per Email eingesehen werden.

Die Ausbildung besteht aus 42 Seminartagen und berücksichtigt in Inhalt und Struktur die Standards der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF).

Das Zertifikat als „Berater*in für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen“ wird nach einer Praxisphase (mindestens drei Monate) und deren Reflexion in einem schriftlichen Bericht vergeben.

Falls die Mindestanwesenheitszeit und / oder die gemeinsam vereinbarten Lernziele nicht erreicht werden, wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt.

Thimna Bunte hat als Friedensfachkraft für die KURVE Wustrow mit gewaltfreien Initiativen in Palästina gearbeitet. Sie begleitet, berät und trainiert gewaltfreie Akteure in Strategieentwicklung und holistischer Sicherheit und arbeitet als kommunale Konfliktberaterin.

Harald Weishaupt ist freiberuflicher Trainer für gewaltfreie Konflikttransformation, Konfliktberater und Prozessbegleiter. Er war als Friedensfachkraft in Bosnien-Herzegowina im Einsatz.

Kosten und Anmeldung

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr deckt die 42 Seminartage inklusive Unterkunft und vegetarischer Verpflegung, Trainingsmaterialien, Beratung während des Praxisteils und das Zertifikat ab. Nicht enthalten sind Fahrtkosten zu den Veranstaltungen und sonstige Kosten für den Praxisteil.
Die Teilnahmegebühr beträgt

  • 7.500 Euro für Organisationen
  • 5.000 Euro für Einzelpersonen
  • 3.750 Euro ermäßigt

Die Zahlung kann in Raten erfolgen.

Anmeldung

Bei Interesse an der Ausbildung erwarten wir ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben inklusive Lebenslauf. Bewerbungsschluss ist der 14. Juni 2020.

Voraussetzung für eine Teilnahme sind Vorkenntnisse in ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung. Diese können durch einen Grundkurs (nach AGDF-Standards), eine universitäre Ausbildung oder Ähnliches nachgewiesen werden.

Bei Fragen stehen wir gerne für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung.

Ansprechperson

Ambalika Wilhelm

ausbildung [at] kurvewustrow [dot] org (ausbildung(at)kurvewustrow.org)

Ich kann die Ausbildung bei der KURVE Wustrow sehr empfehlen. Die Kombination aus Theorie und Praxis war für mich besonders überzeugend.

Michael Schneider, ZFD-Fachkraft/Sea-Watch, KURVE-Alumni 2016/17