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Munther bleibt in Haft

Menschenrechtsverteidiger Munther (Amirah) Al-Wara bleibt in Haft

 

Wir sind sehr besorgt über die Verhaftung und Kriminalisierung des palästinensischen gewaltfreien Aktivisten und Menschenrechtsverteidigers Munther (Amirah) Al-Wara.

Munther Al-Wara ist ein von Frontline Defenders und Amnesty International1 anerkannter Menschenrechtsverteidiger, Sozialarbeiter und Vorsitzender des Popular Struggle Coordination Commitee (PSCC).

Die KURVE Wustrow arbeitet mit ihm und dem PSCC seit 2013 zusammen, bis 2016 auch im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD).

Was bisher geschah

Das israelische Militär verhaftete Munther Al-Wara am 27. Dezember 2017 in Bethlehem auf einer Demonstration. Sie zielte auf die Freilassung der 16jährigen Menschenrechtsverteidigerin Ahed Tamimi und ihrer Mutter Nariman und richtete sich gegen die US-Deklaration, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels sei.

Unsere Forderung

Wir fordern die israelische Regierung und das Militärgericht auf, Munther Al-Wara und alle anderen palästinensischen Menschenrechtsverteidiger*innen in Haft, unverzüglich freizulassen und die Anklagepunkte fallenzulassen.

Unabhängig davon fordern wir die Durchführung fairer und transparenter Verfahren, gemäß Art. 6 der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten.

Unser Aufruf

Bitte schließen Sie sich unseren Forderungen an und wenden Sie sich damit an die israelische Botschaft in Ihrem Land.

Sie können Munther Al-Wara (Amirah) auch eine Solidaritäts-Nachricht zukommen lassen:

https://www.frontlinedefenders.org/en/profile/munther-amira

1https://www.amnesty.org/en/documents/mde15/7841/2018/en/

 

Bisheriges Verfahren

Zunächst wurde am 16. Januar 2018 einem Antrag auf Entlassung seitens der Verteidigung stattgegeben. Später hat das militärische Berufungsgericht am 1. Februar 2018 nach Widerspruch der Anklage entschieden, dass Munther Al-Wara für die Dauer seiner Verhandlung im Militärgefängnis Ofer in Haft bleiben soll.

Anklage

Es gibt 13 Anklagepunkte gegen Munther Al-Wara. Diese beziehen sich auf fünf Demonstrationen zwischen dem 1. November und 25. Dezember 2017, an denen er teilgenommen hat und bei denen er angeblich gegen die öffentliche Ordnung verstoßen haben soll.

Vorwürfe

Des Weiteren wird ihm vorgeworfen, er habe angeblich während einer Demonstration ein brennendes Projektil und Steine geworfen. Ersteres soll ein Tränengaskanister gewesen sein, den er angeblich zurückgeworfen habe, nachdem das Militär diesen auf die Demonstrant*innen geschossen hatte. Dass er Steine geworfen haben soll, beruht auf der Aussage eines einzelnen Soldaten. Diese Aussage, die einige Tage nach dem Vorfall, während der Verhaftung von Al-Wara gemacht wurde, entspricht jedoch nicht dem schriftlichen Bericht dieses Soldaten über die Ereignisse des Tages.

Ausblick

Am 21. Februar 2018 hätte sein Verfahren mit der Verlesung der Anklageschrift beginnen sollen. Jedoch wurde der Start des Prozesses auf den 12. März 2018 verschoben, da ein Richterwechsel ansteht.

 

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