Pressemitteilung der KURVE Wustrow

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Nein zu Krieg und Aufrüstung!

KURVE Wustrow verschafft sich Gehör bei Bundestagsabgeordneten

22. März 2022

Die KURVE Wustrow verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine. Sie fordert die russische Führung auf, sofort alle Angriffe einzustellen und die eigenen Truppen aus der Ukraine zurückzuziehen, so ist in der jüngst formulierten Stellungnahme nachzulesen. Die KURVE Wustrow richtet sich darin auch an die Bundesregierung und zeigt sich erschrocken über die angekündigte Kehrtwende in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik.

„Die Entscheidungen der Bundesregierung für eine massive Aufrüstung und die Ankündigung eines Richtungswechsels der Außenpolitik sind fatal – sie können die Eskalationsspirale beschleunigen. Ein Aufrüstungsprogramm bringt weder Frieden in der Ukraine, noch langfristige Sicherheit in Europa“, sagt KURVE-Geschäftsführerin Anja Petz.

Die Friedensorganisation aus dem Wendland trägt diese Botschaft auch an die politischen Entscheidungsträger*innen heran. So war Petz letzte Woche in einer Diskussionsrunde mit Bundestagsabgeordneten zu Gast. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung - FriEnt. „In der aktuellen Debatte ist Aufrüstung scheinbar alternativlos“, so Petz. „Doch gerade in einer Situation wie der jetzigen, braucht es zivile Ansätze. Wir unterstützen unsere Partner in der ukrainischen Zivilgesellschaft, die sich seit Jahren für sozialen Wandel und gegen Gewalt einsetzen. Wir stellen uns solidarisch an ihre Seite und tun dies auch im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes – einem Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen, das von der Bundesregierung gefördert wird.“

Die Expertise der KURVE Wustrow ist auch am Mittwoch, den 23.03.2022 bei einem parlamentarischen Frühstück für Bundestagsabgeordnete in Berlin gefragt. Dort ist der Ukraine-Koordinator der KURVE Wustrow in Kiew, Felix Schimansky-Geier zu Gast.

Die KURVE Wustrow arbeitet bereits seit 2017 mit Partnern in der Ukraine. Sie setzt sich für gewaltfreie Konfliktlösungen ein. Ihr Platz ist überall da, wo es darum geht, militärische Sicherheit in menschliche Sicherheit zu verwandeln und den Weg von einer militärischen Sicherheitslogik zu einer umfassenden Friedenslogik einzuschlagen.

Auch Landesverteidigung ist nach Auffassung der KURVE Wustrow anders zu denken: Soziale Verteidigung statt militärische ist möglich. So berichtet eine ukrainische Kollegin: „Es gibt viele mutige Städte in der Ukraine, die derzeit unter der Kontrolle des russischen Militärs sind, aber wo sich Tausende unbewaffnete Zivilist*innen friedlich den Invasoren widersetzen. Sie protestieren gegen die russische Besatzung von Angesicht zu Angesicht mit den russischen Soldaten. Diese Städte sind: Kherson, Nova Kakhovka, Berdyansk, Enerhodar, Konotop, Melitopol und viele andere ukrainische Städte und Gemeinden.“

KURVE-Geschäftsführer Jochen Neumann ergänzt: „Diese Beispiele zeigen wie ein Land nach einem militärischen Angriff unregierbar gemacht werden könnte. Wir brauchen in Deutschland keine militärische Aufrüstung. Mehr Waffen bringen nicht mehr Frieden. Wir sagen: Ja zu Friedensförderung und sozialer Verteidigung!“

Pressekontakte:

Felix Schimansky-Geier, Ukraine-Koordinator/Ziviler Friedensdienst. Zur Zeit in Berlin und Wustrow/Wendland für Presseanfragen erreichbar: fschimansky-geier [at] kurvewustrow [dot] org (fschimansky-geier(at)kurvewustrow.org)

Anja Petz, Geschäftsführerin der KURVE Wustrow, apetz [at] kurvewustrow [dot] org (apetz(at)kurvewustrow.org)

Jochen Neumann, Geschäftsführer der KURVE Wustrow, jneumann [at] kurvewustrow [dot] org (jneumann(at)kurvewustrow.org)