Aktionstrainings

Die Teilnahme an einer gewaltfreien Aktion ist für die Meisten von uns keine alltägliche Situation. Um dich bestmöglich vorzubereiten, bieten wir Aktionstrainings an. Das Trainingsangebot richtet sich an Neulinge genauso wie an schon Erfahrene, an bestehende Bezugsgruppen wie auch an Einzelpersonen, die über das Training zu einer Gruppe finden wollen.

Das Training soll deine eigene Handlungsfähigkeit und die deiner Gruppe stärken. Durch das Üben von Situationen im sicheren Umfeld können Unsicherheiten und Ängste abgebaut werden. Neben Erfahrungs- und Informationsaustausch vermittelt wir euch das nötige Handwerkszeug, um die Gruppe sicherer, entschlossener und erfolgreicher in Aktion treten zu lassen. Erfahrene Aktivist*innen profitieren vom Training, da jede Aktion neue Herausforderungen mit sich bringt.

Du willst wissen …

... was aktive Gewaltfreiheit bedeutet?

... wie du gewaltfreie Aktionsformen sinnvoll umsetzt?

... was du im Vorfeld einer Aktion bedenken solltest?

... wie du schnell in Gruppen Entscheidungen treffen kannst?

... wie du mit Wut und Angst in der Gruppe umgehen kannst?

... was gesetzlich erlaubt und was verboten ist?

... welche gewaltfreien Handlungsmöglichkeiten du bei einer polizeilichen Räumung hast?

... wie du dich vor Verletzungen schützt?

... wie du deeskalierend handeln kannst?

... wie du mit Gewahrsam, Festnahme oder Anzeige umgehen kannst?

Ein Aktionstraining bietet den Raum, um auf diese und andere mitgebrachte Fragen, Antworten zu finden.

Schwerpunkte eines Basistrainings (1 Tag kurz und knackig):

  • Infos zu Aktionsformen: Sitzblockaden und Ähnliches
  • Gewalt – Gewaltfreiheit: Wie verstehen wir das, wie stehen wir dazu?
  • Ziviler Ungehorsam: Was ist das? Wie rechtfertigt sich und wirkt ziviler Ungehorsam?
  • Bezugsgruppe: Eine Gruppe werden, auf die Verlass ist.
  • Schwierige Entscheidungen: Schnell und gemeinsam Entscheidungen im Konsens treffen.
  • Durchfließen von Polizeiketten: Wie kommen wir zum Aktionsort?
  • Blockaderäumung: Wie ist es, von Polizist*innen angepackt zu werden?
  • Rechtsinfos: Was danach kommen kann – Umgang mit Bußgeldbescheid und Justiz.

Vertiefungsmodule nach euren Wünschen:

  • Vertiefung von Themen des Basistrainings, z.B. mit mehr Möglichkeiten sich in Rollenspielen auszuprobieren.
  • Worauf kommt es uns an? Klärung der politischen Wirksamkeit und Stärkung der Motivation.
  • Andere überzeugen können: Klug für seine Sache argumentieren und Menschen für den gewaltfreien Widerstand gewinnen.
  • Umgang mit Stress und Ängsten: Von Erster Hilfe nach schwierigen Erlebnissen bis zu Spielen zum Stressabbau.
  • Deeskalation: Was tun in angespannten Situationen?
  • In Polizeigewahrsam: Sich nicht unterkriegen lassen.

Joel Campe ist Permakultur-Gestalter*in, Trainer*in und Supervisor*in (DGSv). Als Bewegungsarbeiter*in der KURVE Wustrow ist sie in lokalen Bündnissen aktiv und koordiniert Konfliktmoderationsfortbildungen für Aktivist*innen. Auf Anfrage leitet sie Workshops an und moderiert Veranstaltungen.

Jochen Neumann ist Trainer in gewaltfreier Konflikttransformation und Geschäftsführer der KURVE Wustrow. Er hat zu Mediation und Versöhnung in Südafrika gearbeitet und ist außerdem Aktivist und Aktionstrainer in sozialen Bewegungen.

Marianne Koch ist Trainerin, Moderatorin und Mediatorin. Sie hat lange in selbstverwalteten Strukturen gelebt und gearbeitet und ist Aktivistin und Aktionstrainerin in sozialen Bewegungen.

Und weitere Trainer*innen.

Nächste Termine

Es sind keine Termine geplant.

Ort

Die Trainings können in der KURVE Wustrow stattfinden, wenn das Haus frei ist. Ansonsten kümmert sich die anfragende Gruppe um einen Raum.

Kosten und Anmeldung

Die Kosten für ein Aktionstraining belaufen sich auf die Erstattung der Fahrtkosten und Auslagen der Trainer*innen zuzüglich des Honorars, das im Vorfeld zwischen Teilnehmenden und Trainingsteam ausgehandelt wird. Am Geld soll es dabei nicht scheitern!

Ansprechperson

Joel Campe

aktionstrainings [at] kurvewustrow [dot] org (aktionstrainings(at)kurvewustrow.org)

Wir führen die Trainings selbst durch oder vermitteln an erfahrene Aktionstrainer*innen weiter. Die Details zu Ort, Zeit und inhaltlichen Schwerpunkten kannst du mit den jeweiligen Trainer*innen abstimmen.