Verein

"Gewaltfreiheit verbreiten"

Mit diesem Leitspruch lassen sich alle Aktivitäten der KURVE Wustrow beschreiben. Darin ist unsere Grundhaltung wiederzufinden, die sich durch die gesamte KURVE-Geschichte zieht. Von der Gründung 1980 - über vier Jahrzehnte - bis 2020.

Heute ist die KURVE Wustrow ein gemeinnütziger Verein mit 98 Mitgliedern und 28 Fördermitgliedern. Ihnen voran steht der ehrenamtliche Vorstand mit derzeit fünf Personen.

Lesetipp: Die Vereinsgeschichte ist in unserer Chronik nachzulesen. Reich bebildert und mit vielen Texten von ehemaligen Wegbegleiter*innen.

Die Anfänge 1979

Die Vereinsgründung am 6. Januar 1980 fußt auf einem beeindruckenden "Aufruf zur Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion". Unterzeichnende sind unter anderem Theo Ebert, Hildegard Goss-Mayr, Petra Kelly, Martin Niemöller, Dorothee Sölle, Ernst Ulrich v. Weizsäcker. Darin heißt es:

Durch die Auseinandersetzungen um die Atomenergie in der Bundesrepublik wuchs die Bedeutung der Gewaltfreiheit als emanzipatorisches Prinzip der Konfliktaustragung.

Gründungsaufruf der KURVE Wustrow 1979

Jahre 1979 bis 1981

Alles beginnt mit der Verbundenheit gegen Atomkraft und atomare Aufrüstung. In unzähligen Gründungssitzungen und Finanzplanungsrunden wurde die Grundlage für den Verein gelegt. Zudem musste ein Haus gefunden werden für das Arbeits- und Wohnprojekt, was es zu Beginn war.

Jahre 1982 bis 1989

Dieser Zeitraum zeichnete sich aus durch das Wachsen der Begegnungsstätte. Seminare zur Gewaltfreiheit und Aktionstrainings für die Anti-Atombewegung wurden entwickelt. Durch die Begegnung von Aktiven verschiedenen Alters und weltanschaulicher Herkunft wurden im Gorleben-Widerstand gewaltfreie Impulse gesetzt und in der Region ein umfassendes Bildungsangebot angeboten.

Jahre 1990 bis 1999

Diese Phase ist gekennzeichnet durch die Entwicklung von internationalen und lokalen Freiwilligendiensten und durch das Unterstützen und Mitwirken in der Anti-Atombewegung, insbesondere zum Gorlebenkonflikt. Hinzu kam das anti-militaristische Engagement anlässlich der Kriege auf dem Balkan. Das Ende dieses Jahrzehnts war verbunden mit dem Aufbau des Zivilen Friedensdienstes, der aus der deutschen Friedensbewegung heraus entwickelt wurde – darunter die KURVE Wustrow.

Jahre 2000 bis 2010

Diese Epoche beschreibt die wachsene Professionalisierung im Bereich der Betreuung und Entsendung von Freiwilligen und Friedensfachkräften. Interne Auseinandersetzungen um die inhaltliche Ausrichtung und um Entscheidungsstrukturen führten zu Organisationsentwicklungsprozessen.

Jahre 2010 bis 2020

Die KURVE Wustrow verstärkt wieder ihr Engagement innerhalb der Anti-Atombewegung. Aufbauend darauf wird das gesamte Engagement für soziale Bewegungen inhaltlich und personell ausgebaut. Schwerpunkte liegen auf den Themen Menschenrechte, Flucht, Rechtsextremismus und Klimaschutz.