Ukraine

Unser Ansatz

Wir sind seit Anfang 2017 in der Ukraine aktiv. Unser ZFD-Projekt zielt auf eine Reduzierung und Prävention innerukrainischer Gewalt in politischen Konflikten.

Den lokalen Schwerpunkt des Projektes bilden die unter ukrainischer Kontrolle stehenden Gebiete der Regionen Donezk und Luhansk. Sie sind von besonderer Bedeutung für den Friedensprozess. Seit April 2014 ist dieses Gebiet in der Ostukraine Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen ukrainischen Truppen und prorussischen Separatisten.

Vor diesem Hintergrund unterstützen wir im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes unsere lokalen Partner darin, folgende Ziele zu erreichen:

  • Menschenrechtsverletzungen sollen dokumentiert werden, unabhängig davon auf welcher Seite sie geschehen sind.
  • Außerdem sollen Lernorte geschaffen werden, wo über die Verbrechen frei von ideologischer Prägung informiert wird und gesellschaftliche Auseinandersetzung stattfinden kann.
  • Des Weiteren soll Benachteiligten und Diskriminierten eine Stimme gegeben werden. Mit dem „Theatre for Dialogue“ lernen die Teilnehmenden beispielsweise, scheinbar aussichtslose Situationen selbst zu verändern.
  • Es werden Trainer*innen und Berater*innen aus sozialen Bewegungen mehrerer ukrainischer Regionen ausgebildet. Sie werden langfristig begleitet, um eigene Gruppen, andere Akteure und Netzwerke zur konstruktiven Konfliktbearbeitung zu befähigen.

Mehr aus den Projekten

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Vor den Präsidentschaftswahlen 2019

Radiobeitrag einen Tag vor den Präsidentschaftswahlen: Unser ZFD-Koordinator Felix Schimansky-Geier aus Kiew antwortet auf Fragen des Westdeutschen Rundfunks (WDR): "Die Ukraine ist selbstbewusster geworden".

Menschenrechtsarbeit in der Ukraine

Neues Faktenblatt über unsere Menschenrechtsarbeit in der Ukraine erschienen:
"Was kann Kriegsverbrechen aufdecken?".

Making Life Go On - How the war in Donbas affects civilians

ZFD-Publikation in der Ukraine erschienen

"Making Life go on. How the War in Donbas affects civilians". Mit sechs Fallstudien zur Situation von Zivilist*innen, im vom Krieg getroffen Gebiet in der Ostukraine. Herausgegeben von unserer Partnerorganisation "Coalition Justice for Peace in Donbas".

Ukraineexpertin Jutta Sommerbauer: Dokumentieren was passiert ist

Dokumentieren, was passiert ist

Textbeitrag der Ukraineexpertin Jutta Sommerbauer: "Dokumentieren, was passiert ist. Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen auf allen Seiten im Ukraine-Konflikt"

Die Publikation kann in unserer Mediathek herunter geladen werden.

Unsere Partner in der Region:

Die Coalition Justice for Peace in Donbas (JfP) ist ein Zusammenschluss von 17 ukrainischen Nichtregierungsorganisationen, die sich der Dokumentation der Menschenrechtsverletzungen auf allen Seiten verpflichtet fühlt. Sie leistet damit einen Beitrag zu deren Aufarbeitung. Ziel ist ein konfliktsensibler Umgang mit den dokumentierten Verbrechen. Im Rahmen des ZFD sollen beispielsweise Lern- und Erinnerungsorte geschaffen werden, wo über die Verbrechen frei von ideologischer Prägung informiert wird und wo der Verbrechen in angemessener Weise gedacht werden kann. Trainings und Öffentlichkeitsarbeit zu gewaltfreier Konfliktbearbeitung runden das Angebot ab. Damit soll der Tendenz, Konflikte gewaltsam auszutragen, etwas entgegengesetzt werden. Das Projektteam der Coalition sitzt im Eastern Ukrainian Center for Civic Initiatives in Kiew (EUCCI).

Die Platform for successful Nonviolent Activism setzt sich für die Etablierung neuer Modelle konstruktiver Konfliktaustragung mit staatlichen Stellen ein. Sie dient der Entwicklung alternativer Modelle für die gewaltfreie Austragung von Konflikten vor allem zwischen Bürgern und Staat. Außerdem dient das Projekt der Auseinandersetzung mit den Folgen von gewalttätigen Konflikten und stellt diesen die Möglichkeit gewaltfreier Konfliktaustragung gegenüber. Alternativen zur Gewalt werden sichtbar, so dass sich langfristig eine Kultur der gewaltfreien Konfliktaustragung politischer Konflikte etablieren kann.

Zur Platform for successful Nonviolent Activism gehören:

Foundation for Community Development

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Projektdaten im Überblick

Titel:

„Stärkung der Zivilgesellschaft zur gewaltfreien Konfliktaustragung mit staatlichen Akteuren

Friedensfachkräfte:

Malgorzata Biczyk (Platform for successful Nonviolent Activism)

Steffen Halling (Coalition Justice for Peace )

Max Döring (Foundation for Community Development)

Felix Schimansky-Geier (Regionalkoordinator in Kiew)

Ansprechperson

Joss Becker

jbecker [at] kurvewustrow [dot] org (jbecker(at)kurvewustrow.org)

In unserer Mediathek finden sich Infomaterial, Publikationen, Videos und Vieles mehr